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Tauglichkeit

Die Musterung ist eine ärztliche Untersuchung, bei der der jeweilige Tauglichkeitsgrad festgestellt wird. Die Musterung wird von einem Amtsarzt durchgeführt und dauert ca. 20 bis 30 min.

Über den Ablauf der Musterung werden viele Geschichten erzählt- kaum eine davon ist wahr. Die Musterung ist mit einem normalen Gesundheitscheck beim Hausarzt vergleichbar und ist nicht unangenehm. Der zu Musternde wird gemessen, gewogen, die körperliche Fitness wird beurteilt, ein Urintest wird durchgeführt und sonstige Tests werden absolviert, auf die wir in unserer Infobroschüre ebenfalls eingehen. Nachdem ausführlichen Test steht der Tauglichkeitsgrad fest. Darunter ist das musterungsärztliche Begutachtungsergebnis zu verstehen.

Der Tauglichkeitsgrad ist in Stufen von T1 bis T6 eingeteilt. Die Einstufung T1 und T2 bedeutet „wehdienstfähig“. Vorübergehend nicht wehrdienstpflichtige Männer werden als T4 bezeichnet und T5 und T6 steht für „ nicht wehrdienstpflichtig“. Dieser ist der wichtigste Bestandteil bei der Einlegung eines Widerspruches gegen den Musterungsbescheid. Was viele nicht wissen ist, dass der Musterungsbescheid jederzeit anfechtbar ist, selbst wenn der Wehrdienst bereits begonnen hat oder eine Verpflichtung als Zeitsoldat erfolgt ist.

Ziel einer Ausmusterung ist es, als „nicht wehdienstpflichtig“ eingestuft zu werden. Die Festsetzung des Tauglichkeitsgrades ist Bestandteil des Musterungsbescheides und durch Einlegung eines Widerspruches gegen den Musterungsbescheid jederzeit anfechtbar. Krankheiten wie Stoffwechselstörungen (Diabetes), schwere Wirbelsäulenverbiegungen, Krebs, starke Sehbehinderungen, Suizidgefährdung oder Drogenkonsum können eine Einstufung als „nicht wehrdienstpflichtig“ bewirken. Allerdings ist Vorsicht bei der Vortäuschung von Krankheiten geboten, denn Versicherungen oder öffentliche Arbeitgeber können die Musterungsakte jederzeit einsehen.

Ausschlaggebend für eine Ausmusterung ist nicht die Anzahl der Gesundheitsstörungen, sondern die Ausprägung der einzelnen Krankheiten und die Auswirkung auf die Belastbarkeit des Wehdienstpflichtigen. Dabei kommt es zu keiner Summierung bei Vorlage mehrere Gesundheitsstörungen mit gleichem Schweregrad. Die Einstufung des Tauglichkeitsgrades erfolgt über die schwerste Gesundheitsstörung. Die Einstufung T6 nimmt einen besonderen Stellenwert ein. Junge Männer, die als T6 eingestuft wurden, können mit einer schriftlichen Einverständniserklärung, die dem Kreiswehramt eingereicht werden muss, freiwillig an Wehrdienstübungen teilnehmen.

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Kriegsdienstverweigerung